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Krebs im Kindesalter / Akute lymphoblastische Leukämie (ALL) „Rund 1.800 Kinder erkranken in Deutschland jährlich bis zu ihrem 15. Lebensjahr an Krebs. Ihre Überlebenschancen haben sich in den letzten 30 Jahren deutlich verbessert. Auch wenn betroffene Eltern heute mit viel Hoffnung in die Zukunft sehen können, bleibt die Tumorerkrankung eines Kindes eine extreme Belastung für die ganze Familie.“ (www.kinderkrebsstiftung.de) „Krebs ist ein Oberbegriff für über hundert verschiedene Arten bösrtiger Erkrankungen, die sich in ihrem Verlauf, ihrer Behandlung und ihren Heilungschancen oft sehr stark voneinander unterscheiden. Sie sind jedoch alle durch ein verändertes unkontrolliertes Wachstum von Zellen gekennzeichnet: Es entstehen in großer Zahl unreife Zellen, die keine Funktion für den Organismus übernehmen. Die gesunden Zellen werden dadurch stark beeinträchtigt und immer mehr verdrängt. Etwa ein Drittel aller krebskranken Kinder in Deutschland leidet an Leukämie. Sie ist somit die häufigste Krebserkrankung im Kindesalter und entsteht im Knochenmark, dem blutbildenden Organ des menschlichen Körpers. Grundsätzlich unterscheidet man bei Leukämien zwischen akuten und chronischen Formen sowie zwischen lymphatischen und myeloischen Leukämien. Bei Kindern spielen die so genannten chronischen Leukämien eine untergeordnete Rolle; die weit überwiegende Mehrzahl der Kinder leidet an akuten Formen, die unbehandelt innerhalb von Wochen zum Tode führen würden. Die häufigste Art der Leukämie im Kindesalter ist mit über 80 Prozent aller Fälle die akute lymphatische Leukämie (ALL). Sie tritt auf, wenn Lymphozyten, eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen, nicht ausreifen, sondern sich als unreife leukämische Blasten unkontrolliert vermehren. Meist beginnt die Krankheit schleichend und führt, ausgehend vom Knochenmark, zu einer Vergrößerung von Lymphknoten, Leber und Milz. Ist die Krankheit fortgeschritten, können auch nicht-blutbildende Organe wie etwa die Hirnhaut, die Hoden, die Haut oder die Nieren von leukämischen Blasten befallen sein. Ergibt das Untersuchungsergebnis zweifelsfrei, dass eine Leukämie-Erkrankung vorliegt, muss Ihr Kind umgehend in ein Kinderkrebs-Zentrum oder in eine onkologisch-hämatologische Station eingewiesen werden. Dort ist das hochqualifizierte Fachpersonal auf die Behandlung krebskranker Kinder spezialisiert und mit den modernsten Therapieverfahren vertraut. Die stationär durchgeführte Therapie im ersten Behandlungsabschnitt ist sehr intensiv und nicht ohne Risiko. In dieser Zeit wird eine hoch dosierte, kombinierte Chemotherapie eingesetzt. Ihr Ziel ist es, unter Einsatz verschiedener zellteilungshemmender Medikamente (Zytostatika) schon innerhalb des ersten Behandlungsmonats etwa 99 Prozent aller Leukämiezellen zu zerstören und damit eine so genannte Remission zu erreichen.“ (Die blauen Ratgeber „Krebs im Kinderalter“, Deutschen Krebshilfe e.V. (2007)) |
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