
Aplastische Anämie (AA)
Definition
Die aplastische Anämie (auch Panmyelopathie) ist eine seltene und potenziell lebensbedrohliche hämatologische Erkrankung, die auftritt, wenn das Knochenmark die Zellproduktion vermindert oder einstellt. Sie wird eingeteilt in primäre Formen, einschließlich der angeborenen Form (Fanconi Anämie) sowie einer erworbenen Form ohne offensichtlich auslösende Ursache und in eine sekundäre aplastische Anämie infolge verschiedener industrieller, iatrogener und infektiöser Ursachen. Die Inzidenz beträgt in Deutschland 3-6 Fälle pro 1.000.000 Einwohner/Jahr mit einer biphasischen Altersverteilung mit Gipfeln im Alter von 10-25 Jahre und um 65 Jahre. Jährlich erkranken 20-25 Kinder unter 16 Jahren an einer SAA. Männer und Frauen sind in etwa gleich häufig betroffen.
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