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Diagnose des Morbus Pompe Untersuchung und Befragung durch den Arzt Bei älteren Patienten sind die Krankheitszeichen oft nicht so eindeutig ausgeprägt und können mit anderen Muskelerkrankungen verwechselt werden. Hinzu kommt, dass viele Ärzte in ihrer Praxis selbst noch nie einen Patienten mit Morbus Pompe zu Gesicht bekommen haben. Daher werden in der Regel zunächst alle anderen Möglichkeiten ausgeschlossen, bevor die Diagnose einer so seltenen Krankheit wie Morbus Pompe überhaupt in Betracht gezogen wird. Manche Patienten stellen sich beim Arzt hauptsächlich wegen Atemproblemen vor; bei anderen Patienten macht sich zuerst eine Muskelschwäche bemerkbar, während noch keine Kurzatmigkeit vorliegt. Am häufigsten kann Morbus Pompe als Muskeldystrophie vom Gliedergürtel- oder Typ Duchenne, als eine andere Speichererkrankung oder auch eine entzündliche Muskelerkrankung fehldiagnostiziert werden. Blutuntersuchung und Gewebeproben Das heute zuverlässigste diagnostische Verfahren besteht in der Bestimmung der Aktivität (Konzentration) des bei der Pompe-Krankheit fehlenden bzw. in unzureichender Menge gebildeten Enzyms saure α-1,4-Glukosidase in einer Blutprobe mit Lymphozyten. Wird bei dieser Untersuchung eine erniedrigte oder gar völlig fehlende Aktivität der sauren α-1,4-Glukosidase festgestellt, kann dies als Bestätigung der Verdachtsdiagnose Morbus Pompe gewertet werden. Bei Patienten mit infantiler Verlaufsform konnte das Enzym so gut wie gar nicht nachgewiesen werden; es fand sich jedoch ein bis zu zehnfach erhöhter Glykogengehalt als Ausdruck der nicht abgebauten Speichersubstanz in den Muskelzellen.
Gewebeproben, die durch eine Muskel- oder Hautbiopsie gewonnen wurden, können das Ergebnis der Blutprobe bestätigen und zusätzliche Hinweise auf die Erkrankung geben. Vorgeburtliche Untersuchungen und Nachweis der Mutation |
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