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Knorpelschäden

Ursachen
Knorpelschäden können prinzipiell in jedem Alter auftreten und unterschiedliche Ursachen haben. Eine häufige Ursache von Knorpelschäden sind Unfälle, wie z.B. eine Begleitverletzung bei einem Kreuzbandriss oder einer Kniescheibenverrenkung. Zudem kann es bei sportlichen Aktivitäten, aber auch bei alltäglichen Bewegungen zu extremen Fehlbelastungen des Gelenkknorpels kommen, die dazu führen können, dass sich aufgrund der einwirkenden Kräfte ein Gewebestück vom Knorpel ablöst/abschert. Nicht immer ist ein solcher Knorpelschaden mit Schmerzen verbunden.

Es kann auch zu einem lokalen Knorpelschaden ohne erkennbare Ursache (z.B. Osteochondrosis dissecans), besonders am oberen Sprunggelenk, Knie- und Ellenbogengelenk, kommen. Die Osteochondrosis dissecans (OD) ist eine Erkrankung des unter dem Knorpel liegenden Knochens, die in der Folge zu einer Schädigung des Gelenkknorpels führen kann. Im Verlauf einer OD sterben eng eingegrenzte Knochenareale unterhalb des Gelenkknorpels ab, wobei sich der darüberliegende Knorpel in der Folge vom Knochen lösen kann. Dieses Knorpel-Knochen-Teilchen kann sich aus dem Verbund lösen und dann als freier Gelenkkörper neben dem eigentlichen Knorpelschaden Beschwerden, wie zum Beispiel Gelenkblockaden, verursachen.

Bleibt der Knorpelschaden unbehandelt, kann dies vorzeitig zu einer Arthrose führen.

Gelenkknorpelschäden heilen nicht von selbst
Der hyaline Knorpel besteht nur zu 1 – 5 % aus Knorpelzellen, den sogenannten Chondrozyten. Da er nicht durch Blutgefäße mit Nährstoffen etc. versorgt wird, besitzt er beim Erwachsenen nur ein sehr geringes Selbstheilungsvermögen. Das manchmal nach Verletzung oder krankheitsbedingten Veränderungen entstandene Ersatzgewebe ist oft nicht in der Lage, den gestellten Anforderungen wie Druckstabilität und Elastizität in vollem Umfang gerecht zu werden und wird über die Zeit wieder abgenutzt. Beschwerden wie Schmerzen, Schwellungen, Gelenkblockaden und -ergüsse treten erneut auf. Bleibt ein tiefreichender Knorpeldefekt unbehandelt, kann sich dieser weiter ausbreiten. Die Folgen hiervon können Arthrose oder eine zunehmende Bewegungseinschränkung sein,die Implantation eines künstlichen Gelenkes nach sich ziehen können.

Tiefe sowie Größe des Gelenkknorpelschadens sind entscheidend für die zu treffenden medizinischen Maßnahmen bzw. für die bei nicht behandelten Defekten eintretenden Folgeschäden mitverantwortlich.

Ein oberflächlicher Defekt muss nicht immer operativ behandelt werden - intensive Krankengymnastik und Muskelaufbau reichen oftmals aus, um Folgeschäden vorzubeugen. Erstreckt sich ein größerer Defekt in tiefere Knorpelzonen, dann reichen die Maßnahmen der konservativen Therapie meist nicht mehr aus, so dass eine operative Therapie sinnvoll wird.

Symptome
Die Symptome sind je nach Art der vorliegenden Knorpelschädigung unterschiedlich. Der Knorpel selbst besitzt keine Schmerzrezeptoren, die Schmerzen entstehen durch die Begleitreaktion angrenzender Gewebe. Liegt eine teilweise Ablösung des Knorpels von dem darunter liegenden Knochen ohne erkennbare Ursache vor, wird dies entweder durch Zufall entdeckt oder es treten unspezifische Schmerzen und Schwellungen, wie z.B. Schmerzen und Anschwellen unter Belastung, über längere Zeit ohne Unfallereignis auf. Löst sich ein Knorpelstück vollständig vom Knochen ab, kann es sogar zu einer Gelenkblockade mit akut auftretenden, starken Schmerzen und Bewegungseinschränkung kommen.

Diagnostik
Der Gelenkknorpel kann prinzipiell im Röntgenbild nicht direkt dargestellt werden. Die Knorpelsituation kann jedoch anhand verschiedener Zeichen indirekt beurteilt werden.

Direkt können der Knorpel und Knorpelläsionen, die auf einem Röntgenbild nicht sichtbar sind, durch eine Kernspintomographie (MRT) dargestellt werden. Die zuverlässigste Beurteilung des Knorpels kann operativ mit einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) erfolgen. Eine Arthroskopie wird selten rein diagnostisch eingesetzt, sondern meist, abhängig von der bestehenden krankhaften Gelenkveränderung, in Verbindung mit einer arthroskopischen Behandlung durchgeführt.

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