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Matrix-gekoppelte Autologe Chondrozyten-Implantation Die Matrix-gekoppelte Autologe Chondrozyten-Implantation (MACI) - die zweite Generation der ACI - gilt als eine der innovativsten und wirkungsvollsten Therapien für die Knorpelregeneration. Zur Herstellung des Matrix-gekoppelten Autologe Chondrozyten-Implantates wird, wie bei der ACI, in einem ersten, meist arthroskopischen, Eingriff eine Knorpelgewebeentnahme (Biopsie) durchgeführt. Das dabei aus einer wenig belasteten Stelle des gesunden Gelenkknorpels gewonnene kleine Gewebestück (Biopsat) wird in einer Nährlösung in ein zertifiziertes Speziallabor gebracht. Dort werden die Knorpelzellen (Chondrozyten) aus dem Biopsat isoliert und in Kulturflaschen in Brutschränken auf die benötigte Anzahl vermehrt. Im Anschluß werden die Chondrozyten gleichmäßig in einer hohen Zellverteilung von ca. einer Million Zellen/cm2 auf eine Kollagen-Membran (Matrix) übertragen, die speziell für die Knorpelzellimplantation entwickelt und hergestellt wurde. Innerhalb der folgenden Tage verankern sich die Chondrozyten auf und in der Kollagen-Matrix. Durch die Verwendung dieser speziellen Matrix kann auf die schmerzhafte Entnahme eines Periostlappens (ACI) verzichtet werden. Zum Abschluß des Herstellungsprozesses durchläuft das Matrix-gekoppelte Autologe Chondrozyten-Implantat standardisierte Qualitätskontrollen. Dann wird das Matrix-gekoppelte Autologe Chondrozyten-Implantat mit einem patientenbezogenen Zertifikat zeitgerecht zum Implantationstermin an den Operateur in die Klinik geschickt. Die Implantation wird in der Regel minimal-invasiv, d.h. mit einem kleinen Hautschnitt unter Teil- oder Vollnarkose durchgeführt. Zuerst wird der Knorpeldefekt bis zur Knochenlamelle gesäubert (debridiert). Im Gegensatz zu anderen Verfahren wird hierbei nur schadhaftes Knorpelgewebe entfernt. Dann wird das Matrix-gekoppelte Autologe Chondrozyten-Implantat paßgenau auf den Defekt zugeschnitten und mit einem biologischen Kleber (Fibrinkleber) in den Defekt eingebracht. Beim Matrix-gekoppelten Autologe Chondrozyten -Implantat kann auf das Einnähen zur Fixierung des Implantates verzichtet werden, da es in der Regel von der umgebenden gesunden Knorpelschulter geschützt wird. Die Vorteile hierbei sind, dass der umgebende, gesunde Gelenkknorpel nicht unnötig geschädigt wird und die Operationszeit deutlich verkürzt werden kann. Bei Bedarf wird eine Drainage in das Gelenk eingelegt, damit eventuell entstehendes Wundsekret und Blut abfließen kann. Abschließend wird die Operationswunde durch Nähte geschlossen. Die implantierten Chondrozyten wandern aus der Matrix, die im Verlauf der Knorpelregeneration abgebaut wird, an die Knochenlamelle, verankern und vermehren sich dort. Hierbei füllen sie nach und nach den Defekt mit hyalinartigem Knorpel auf, der dem originären Gelenkknorpel hinsichtlich seines Aufbaus und seiner mechanischen Belastbarkeit äußerst nahekommt bzw. diesem entspricht. Untersuchungen haben gezeigt, dass über 70% der Patienten, die mit der Matrix-gekoppelte Autologe Chondrozyten-Implantation behandelt wurden, das Therapie-Ergebnis als besser oder viel besser als ihr Befinden vor der Implantation bewerten. |
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